Retrospektive
Am 17. Dezember 1988 war es endlich so weit! Ein Jahr nach dem ersten Teil folgte Final Fantasy II und krempelte das Erfolgsrezept des Vorgängers komplett um. Oder sind Innovation, Tradition und Weiterentwicklung etwa das wahre Erfolgsrezept von Square? Warum Teil 2 sehr umstritten ist, unter dem Radar fällt und für mich ein geheimer Favorit ist, lest ihr hier in Teil 2 meiner Retrospektive.
Seit dem 28. Juli 2021 kann man den Klassiker im Pixel Remaster spielen, was uns auch als Grundlage für die kommenden Retro-Reviews dienen wird.

Final Fantasy I bis VI erschienen im Laufe der Jahre für zahlreiche Konsolen und Plattformen. Ihren großen Durchbruch feierten sie Anfang der 2000er-Jahre durch die Portierungen für den Game Boy Advance (GBA) und die PlayStation Portable (PSP). Denn so kamen diese Spiele endlich übersetzt in den Westen. Schließlich erhielten die Klassiker in den Jahren 2021 und 2022 eine neue Auflage im charmanten Retrostil und wurden für alle modernen Plattformen zugänglich gemacht.





Final Fantasy II startet wie sein Vorgänger mit der freien Namenswahl, mit dem Unterschied, dass es diesmal bereits vorgefertigte Namen gibt. Daher werden wir diese auch im weiteren Verlauf nutzen.
Kurze Handlungsinfo: Eurer Truppe wurde die Heimat beraubt, ihr wurdet von einer Horde Schwarzritter niedergestreckt und habt eines eurer Gruppenmitglieder verloren. Zeit, sich zusammenzuraufen und mit geschworener Rache an die Front zurückzukehren! Mo-Mo-Mo-Mo-ment! Halt, stopp! Hilda sagt nein!

Bevor ihr nun einfach euer Abenteuer starten könnt, müsst ihr euch mit der neuen Spielmechanik vertraut machen: dem Prüfen und Lernen wichtiger Wörter. Denn ihr werdet immer wieder an Stellen kommen, an denen es ohne das korrekte Wort oder das passende Item nicht weitergeht. Und davon gibt es sehr viele!
Wenn ihr also ein rotes Wort in einem Textfenster seht, lernt es direkt. Ihr könnt diese bei einigen Figuren prüfen, um deren Reaktionen zu sehen. Bei manchen Schlüsselmomenten schreitet dadurch die Handlung fort und es geht weiter. Sprecht also mit den Leuten und merkt euch, wo dieses kleine Menü aufpoppt.

Wie man hier bei Paul sehen kann, startet er den Versuch, über Finn zu sprechen, aber euch fehlt das passende Wort, um die Handlung weiterzuführen. Also muss es irgendwo jemanden geben, der aus Finn stammt oder damit zu tun hat, der euch hier weiterhelfen kann.

Schaut euch auch hier wieder zuerst in der Stadt um, rüstet euch bestmöglich aus und schaut auch bei dem abgelegenen Magieladen vorbei, denn auch hier müsst ihr wieder, wie bereits in Teil 1, Zauber kaufen, um diese zu erlernen.


Wählt den ausgewählten Zauber im Item-Menü aus, bestätigt ihn bei einem eurer Gruppenmitglieder, und schon hat dieser ihn erlernt. Nun kann er den Zauber aufwerten und verstärken… hä?

Oh ja, jetzt startet erst so richtig der „umstrittene“ Teil dieses Spiels: das Levelsystem!
Es gibt keine XP, Punkt! Ja, aber wie wird man dann stärker? Durch Kämpfe! Hä? Ich dachte, es gibt keine XP? Tja, wie soll man das jetzt verstehen? Ich muss dazu etwas ausholen…

Die Kämpfe laufen prinzipiell wie in Teil 1 ab. Ihr wählt eure Kommandos, bestätigt diese und es wird der Reihe nach, je nach Tempowert, jede Handlung durchgeführt. Hier ist alles beim Alten, auch wenn es nun neu ist, dass man reguläre MP hat, mit denen man Zauber wirkt, statt des Manapools wie in Teil 1. Dazu mehr Infos in der Retrospektive: Final Fantasy. Der Kampf ist vorbei und was nun?





Tja, ganz schön viele Infos für so ein Kampfresultat, aber nicht verzagen, Gala fragen! Fangen wir also langsam an: Eure Aktionen und Kampfstile beeinflussen euer Wertewachstum.
Bedeutet im Klartext: Greift ihr mit eurer Waffe an, bekommt diese Waffenpunkte und steigt nach und nach im Rang auf. Ebenso wird eure Stärke erhöht, wenn ihr oft genug physisch angreift. Nutzer von Magie und Heilzaubern erhöhen ihre MP, Intelligenz und Magiestufen. Werdet ihr getroffen, steigen eure Abwehr und Magieabwehr. Spielt ihr längere Zeit im roten LP-Bereich, steigen eure maximalen Lebenspunkte. Easy, oder?


Wer smart sein möchte und sich den Einstieg erleichtern will, weil das Leveln schwerfällt, macht es so, wie hier gezeigt. Nutzt eure Zauber auf eure Gruppe und wählt dafür alle Mitglieder aus, um weniger Schaden zu verursachen, aber alle zu treffen, da ihr diese sonst mit einem Treffer oneshotten würdet. Was bringt das? Nun, schaut euch die Wertesteigerung an: MP und Magie steigen durch die Zaubernutzung und die LP durch den niedrigen Bereich. Dazu nutzt ihr dann einen weiteren Charakter, der „Vita“ auf die Gruppe wirkt, und ihr habt eine Endlosschleife, bis euch die MP ausgehen. Macht das zehn Minuten lang, und ihr könnt unbekümmert das Abenteuer starten.

Sollte mal eines eurer Mitglieder k.o. gehen, müsst ihr eine Kirche aufsuchen, um dieses gratis wiederzubeleben. Alternativ könnt ihr natürlich auch eine Phönixfeder nutzen oder den Zauber „Engel“. Das wird aber teuer und dauert noch etwas. Investiert euer Gil lieber in die Zauber und Ausrüstung, bevor es dann in der Handlung weitergeht, denn die Gegnerskalierung ist brutal in Final Fantasy II.


Im Pixel Remaster habt ihr nochmals die Boost-Funktion, wie bereits in Final Fantasy I, und könnt euch das Wertesteigern etwas erleichtern, wenn ihr so gar nicht klarkommt. Vergesst auch hier nicht, regelmäßig zu speichern, denn dieses Spiel hat brutale Bosse und stellenweise echt fiese Dungeons.
Nachdem Final Fantasy I bereits eine Grundlage geboten hat, erweitert Teil 2 diese mit seinem Wort- und Itemsystem sowie dem neuen Levelsystem. Anfangs ist man etwas überfordert mit dem Leveln, aber hat man den Bogen raus, macht genau das unfassbaren Spaß. Dieses Spiel ist eine wahre Perle, die ihr Potenzial entfaltet, sobald man weiß, was in dieser Welt eigentlich abgeht, und bringt einen unfassbar interessanten Antagonisten mit sich.
Gebt diesem Spiel mal eine Chance und ihr werdet schnell merken, was sich dahinter verbirgt – vor allem wegen des bockschweren Renaissance-Modus, einem zusätzlichen Spielabschnitt nach dem Hauptspiel! Dieser wurde in den Versionen Dawn of Souls und 20th Anniversary hinzugefügt und zeigt euch die „andere Seite“ der Geschichte – ein unfassbares Spielerlebnis!
Final Fantasy XIV Cross Over / Easter Eggs
Jeder der Final Fantasy XIV Online kennt, weis bestimmt das es ein Bilderbuch ist, in dem sämtliche Spiele vertreten sind. Im folgenden möchte ich die wichtigsten Figuren und Brücken aufzeigen.


Der Pandaemonium-Raid aus Endwalker stammt aus Final Fantasy II und ist dort ebenfalls der letzte Dungeon. Leider haben wir in FF XIV keine Begegnung gegen Imperator Mateus bekommen, dieser könnte also noch irgendwann seinen Auftritt bekommen. Dennoch war der Endboss optisch stark an dessen Himmel-und-Hölle-Variante angelehnt.


Das Firion- (Wildrosen-)Set erhaltet ihr in Final Fantasy XIV als Belohnung für 240 Tage Spielzeit. Es ist Teil der Veteranenbelohnungen, die ihr für insgesamt abonnierte Spieltage erhaltet.

Natürlich sollte euch allen die Wildrose ein Begriff sein, denn diese wurde bereits in A Realm Reborn genutzt und begleitet euch durch das Hauptszenario.

Ich hoffe, ihr konntet einen schönen Einblick bekommen, und wir sehen uns bald im nächsten Beitrag, wenn es um das erfolgreiche und revolutionäre Final Fantasy III geht. Ein Meisterwerk welches das geliebte Job System eingeführt hat, bis dahin, euer Galaxy!



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